Ein Solarzwerg

Rein technisch gesehen ist mein Solarzwerg eine komplette Sonnenstromanlage bzw. Photovoltaikanlage bestehend aus Solarmodul, Wechselrichter, Befestigungsmaterial und Absicherungen.

Mein Solarzwerg ist blau und hat Abmessungen von ca.1,6m x 1m und ein Gewicht von ca. 19 kg. Der Rahmen meines Moduls ist ca. 4cm stark. Die max. Leistung liegt bei 250 Watt, wenn die Sonne voll drauf scheint und die Lufttemperatur niedrig ist. So, wie ich das Modul installieren möchte, erzeuge ich damit hoffentlich 150 bis 200 kWh Strom pro Jahr bei ca. 2.300 kWh Gesamtverbrauch.

Mein Wechselrichter wandelt den Gleichstrom aus dem Solarmodul in Wechselstrom für die Steckdose um. Er passt sich an Licht- und Temperaturschwankungen an und holt hoffentlich immer das Optimum heraus. Zusätzlich ist der Wechselrichter mit einem automatischen Schalter ausgestattet. Wenn in der Steckdose Strom ist, schaltet er ein. Wenn kein Strom ist, schaltet er aus. Damit ist gewährleistet, dass kein Strom mehr erzeugt wird, wenn man z.B. für die Montage einer Lampe den Strom abgestellt hat.

Zusätzlich hat mir mein Kollege einen besonderen Sicherheitsstecker organisiert. Das ist ein Fehlerstromschutzschalter, der im Falle eines Fehlers den Wechselrichter abschaltet. Z.B. wenn man ein beschädigtes Kabel berührt.

Mit ein paar Metallschienen und Schrauben soll alles befestigt werden.

Der Zusammenbau ist für kommendes Wochenende geplant.

Solarzwerg Komponenten

 

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10 Gedanken zu “Ein Solarzwerg

  1. Das finde ich ganz toll, dass du den Solar-Leidensweg auf für „Laien“ verständliche Weise darstellst. Ich bin auf die Fortsetzung deines Projektes gespannt.
    Ich war schon nahe daran selber eine Anlage zu installieren. Die Art der „Förderung“ hat mich bisher abgehalten. (2 Minuten nach dem Termin für die Ansuchen war alles ausverkauft; die Stromlobby hat wohl einen Lobbyisten-Sonderzugang). Das funktioniert offensichtlich so wie die automatisierten Finanzspekulationen via Computer durch die Finanzmafia. Den Rest hat mir die neue Solarsteuer gegeben.

    Auf einer anderen Ebene haben wir nach 6 Jahren Kampf die Tauerngasleitung durch Salzburg und Kärnten – ein Gemeinschaftsprojekt von eon-Ruhrgas, Gazprom, Salzburg AG, Kelag u.a. verhindert.

    SOLARZWERGE – wehrt euch; es ist gut, dass es euch gibt.

    Gerhard Margreiter

  2. Sehr interessant! Verstehe ich das richtig, dass du über jede Steckdose in deinem Haushalt selbst produzierten Strom in dein Stromnetz einspeisen kannst, den dann Geräte in deinem Haushalt verbrauchen und so reduzierst du den Verbrauch an Strom, der dir vom Versorgungsunternehmen geliefert wird? Gespeichert wird dein selbst produzierter Strom aber nicht, oder? Oder wie funktioniert das Ganze? Fragt ein elektrotechnischer Laie …

    • Deine Zusammenfassung stimmt im Prinzip. Können tut man das relativ leicht. Unter welchen Voraussetzungen man das aber auch darf, finde ich gerade heraus. Mit meinem Solarzwerg kannst Du den Strom nicht speichern. Dafür müsste man noch einen Akku anschließen. Strom sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes. Die Kirchhoffschen Regeln sagen aus, dass dein Sonnenstrom zuerst alle Verbraucher in Deinem Haushalt versorgt, bevor er beginnt, Strom ins Netz einzuspeisen. Erst, wenn alle Verbraucher im Haus versorgt sind, fließt der Strom ins Netz (und da wahrscheinlich zum allernächsten Nachbarn). Man sollte darauf achten, dass der Verbrauch im Haus mit der Erzeugung abgestimmt ist. Wenn z.B. die Sonne voll scheint und 250 Watt erzeugt werden, sollten idealerweise auch mindestens 250 Watt im Haus verbraucht werden.

      • Ja so ungefähr hatte ich mir das gedacht. Noch eine Frage: Falls doch mal mehr Strom erzeugt wird als verbraucht wird „automatisch“ der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist? Dreht sich der Zähler dann rückwärts??? 😉

      • Meiner würde das tun, ich habe noch einen alten mit Drehrad. Das Rückwärts-Drehen des Zählers bringt jedoch rechtliche Probleme. Daher werde ich meinen Netzbetreiber bitte, meinen Zähler durch einen neuen, digitalen Zähler zu tauschen, bevor ich den Zwerg anstecke. Neue Zähler erkennen, wie viel Strom aus dem Netz gekommen ist und wie viel Strom ich rein geschickt habe. Dem Zählertausch widme ich noch einen separaten Beitrag.

  3. Pingback: Wird mich mein Solarzwerg umbringen? | Das Solarzwerg-Experiment

  4. Pingback: Das Solarzwerg Experiment geht in die nächste Runde | Das Solarzwerg-Experiment

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