Erstkontakt mit dem Netzbetreiber

Meine Wohnung ist mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden. Wenn wir nicht zu Hause sind und mein Solarzwerg mehr produziert, als in der Wohnung gebraucht wird, kann sauberer Strom zurück ins öffentliche Netz fließen. Dieser wird dann von Nachbarn genutzt. Es ist OK, wenn der Netzbetreiber wissen möchte, wie viel Strom ich in sein Netz schicke.

Da auf der Webseite der Wiener Netze mein Anliegen nicht auffindbar ist, wollte ich die Sache telefonisch klären. Dokumentiertes Ergebnis:

  • Erstanruf endet mit 20min Warteschleife. Bin nicht sicher, ob das normal ist, daher versuche ich es erneut.
  • Beim Zweitanruf gebe ich bekannt, dass ich bereits 20min in einer Warteschleife hängen geblieben bin. Die freundliche Vermittlerin bietet höflich an, mit mir „zusammen“ bei der Dienstelle im 21. Bezirk anzurufen. Was auch immer sie damit gemeint hat. Sie legt mich wieder auf ein Tonband. Nach weiteren 20min lege ich auf und beschließe, erneut anzurufen.
  • Beim dritten Anruf bin ich hörbar angefressen. Ich teile der Dame an der Vermittlung mit, dass ich 40min in einer Warteschleife verbracht habe. 40min meines Lebens, die ich nie wieder zurück bekomme. Die Dame entschuldigt sich höflich, sagt, sie kann die Anwesenheit Ihrer KollegInnen nicht feststellen und bittet mich in vier Tagen wieder anzurufen.

Fortsetzung folgt.

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5 Gedanken zu “Erstkontakt mit dem Netzbetreiber

  1. Wann hast du denn angerufen? Karfreitag? Nachmittag? Das ist sicher nicht repräsentativ. Und dass jetzt das lange Osterwochenende ist und erst am Dienstag nach Ostern wieder wer erreichbar, dafür können ja weder die Wiener Netze noch die Dame in der Telefonvermittlung was … nach Ostern geht’s dann mit neuem Schwung weiter … 😉

  2. Ich bin nicht nur gespannt was der Netzbetreiber sagt. Ich bin auch gespannt was die ÖkostromAG dazu sagt, wenn ich einfach Strom einspeise und ihnen quasi meine kWh nicht „gönne“. Ist natürlich richtig so, aber eben nicht normal. Ich speise dann zu den Energiekosten ein, die mir mein Lieferant normal verrechnet.
    Eine technische Geschichte hab ich auch noch. Wenn ich keinen Strom verbrauche aber erzeuge, dreht sich ja der Zähler dann zurück. Kann der das – und was sagt die Wienstrom, wenn ich Minusstromverbrauch hab und mein Zähler dann mal auf 999.999 steht? 😀

  3. In „Über das Experiment“ steht das: „Solarzwerge, auch Solarkraftzwerge oder Mikro-Photovoltaik genannt, sind einzelne Solarmodule, die direkt an eine gewöhnliche Steckdose angesteckt werden können.“
    Die werden also auf meinen normalen Stromkreis, zB neben meinem Kühlschrank angesteckt. Wenn aber „kein“ Gerät im Haushalt läuft (also alles insgesamt weniger Leistung braucht, als das Modul liefert), liefere ich Leistung bis ins Netz an meinen Nachbarn.
    Ist natürlich richtig, dass das keinen Blackout auslöst. Aber haben tut man von diesem „Strom“ auch nichts, sollte sich der Zähler nicht rückwärts drehen. Das war eigentlich meine Frage, ob sich ein altmodischer Zähler rückwärts drehen würde oder den Geist aufgibt oder einfach nix tut. Oder ob das unbekannt ist.
    Oder ist das Ziel eh, diese Solarzwerge an einen eigenen Stromkreis mit eigenem Stromzähler anzuschließen? Oder sind das Fragen die man nicht stellt!? 😀

    • Ein altmodischer Zähler mit Drehrad dreht sich ohne Überschuss langsamer als sonst. Zähler ohne Rücklaufsperre drehen sich bei Überschuss rückwärts. Weil das Rückwärtsdrehen zu Konflikten führt, strebe ich einen Zählertausch durch den Netzbetreiber an. Das kostet laut Tarifblatt der Wiener Netze um die 30 EUR. Nur leider macht der Netzbetreiber eine mühsame Angelegenheit daraus. Mein Ziel: kein eigener Stronkreis aber neuen Zähler.

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